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Bewerbung als Direktkandidat im Wahlkreis 129

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Aktualisiert (Dienstag, den 30. November 1999 um 01:00 Uhr) Geschrieben von: Hermann Stubbe Montag, den 03. September 2012 um 17:05 Uhr

Bewerbung als Kandidat des Wahlkreises 129 „Steinfurt III“ für die Bundestagswahl 2013

Nach gründlicher Überlegung habe ich mich entschieden, als Direktkandidat meines Wahlkreises 129 antreten zu wollen. Ich kandidiere daher bei der anstehenden Entscheidung auf der Wahlversammlung, die in den nächsten Monaten einberufen wird. Da ich kein Mandat im nächsten Bundestag anstrebe, gleichzeitig aber die Ernsthaftigkeit meiner Kandidatur demonstrieren will, möchte ich um Unterstützung für einen „hinteren Platz“ der Landesliste bitten.

Meine Themenschwerpunkte waren in den letzten Jahren die Bildungspolitik (wobei ich mit der Gründung der „Freien Schule Tecklenburger Land“ bereits einen deutlichen Akzent setzen konnte) und die digitale Revolution (an deren Gestaltung ich mich vor allem im Bereich meines beruflichen Umfeldes Schule in Form der Einführung „neuer Medien“, aber auch in der Debatte um freie digitale Bildungsmedien – OER – und seit diesem Jahr in der LAG Medien/Netzpolitik einbringe). Seit diesem Jahr vertrete ich im Kreistagsausschuss für Verkehr, Wirtschaft und Bauen auch diesen Politikbereich. Darüber hinaus habe ich mich immer und weitgehend erfolgreich bemüht, auf den meisten Politikfeldern die aktuelle Debatte zu verfolgen und zu verstehen.

Zu den Grünen kam ich 1989 als 20jähriger in meiner Heimatstadt Münster. Die umwälzenden Ereignisse dieses Jahres haben mich und meine politischen Positionen grundlegend geprägt. Nachdem ich mich in Folge der schmerzlichen innerparteilichen Diskussionen um den Kosovoeinsatz 1998 zurückzog, bin ich seit etwa 4 Jahren wieder aktiv in der Partei. Seit den 90er Jahren habe ich mich u.a. im Kreisvorstand in Münster und im nichtwissenschaftlichen Personalrat und später im AStA der Universität Münster für grüne Ziele eingesetzt. Da ich mich vor drei Jahren bei der letzten Kommunalwahl mitten in der Gründung der Freien Schule in Ibbenbüren einbrachte, bin ich derzeit in keinem Kommunalparlament tätig. Gleichwohl bin ich aktuell in meiner Heimatkommune Saerbeck und im Kreis Steinfurt auch in der regelmäßigen Fraktionsarbeit als sachkundiger Bürger und als OV-Sprecher in Saerbeck aktiv.

Ich glaube mit meinem persönlichen Hintergrund und besonders mit den Erfahrungen in der Gemeinde Saerbeck – Klimakommune NRW – überzeugend für Bündnis 90 / Die Grünen auftreten zu können und erhoffe mir Unterstützung für die Arbeit als Direktkandidat.

Mit grünen Grüßen

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OER-Camp in Bremen

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Aktualisiert (Donnerstag, den 30. August 2012 um 18:47 Uhr) Geschrieben von: Hermann Stubbe Donnerstag, den 30. August 2012 um 18:41 Uhr

Einladung zum OER-Camp, 14.-16. 9. 2012

Im September findet in Bremen das erste OER-Camp statt. Dieses Camp ist ein Ableger des Educamp, welches zweimal im Jahr stattfindet und sozusagen eine Basisbewegung in der technikaffinen LehrerInnenszene ist. Infos gibt es hier.

Ich fahre hin und würde mich über jeden freuen, der auch hinfährt.

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Was erhoffen sich Kinder von einer Notebookklasse?

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Aktualisiert (Donnerstag, den 16. Februar 2012 um 19:45 Uhr) Geschrieben von: Hermann Stubbe Dienstag, den 14. Februar 2012 um 22:57 Uhr

Ergebnisse eines Unterrichtsgesprächs

Als Pionier an unserer Schule (Gesamtschule im Norden Nordrhein-Westfalens) plane ich, meine Klasse (derzeit sechste Klasse) ab dem nächsten Schuljahr als Notebookklasse zu führen. Sowas gabs bisher nicht in unserer Schule und die anfänglich distanzierte Sicht der Schulleitung ist meines Erachtens mittlerweile einer offenen Neugier gewichen. Mit der Schulleitung hatte ich abgemacht, dass das Projekt nur bei großem Interesse der Elternschaft durchgeführt wird. Die Ergebnisse waren überwältigend: In mehreren geheimen Abstimmungen haben die Eltern einstimmig(!) für die Einführung der Geräte auf Elternkosten (nach Konzept 300 bis maximal 400 € plus einem Fondbeitrag von 5€ pro Monat) gestimmt. Eine bereits mehrfach tagende Eltern-AG wirbt Sponsorengelder ein und auch sonst läuft die Einführung vielversprechend.

Heute habe ich das Thema im Klassenrat zur Sprache gebracht. Anlass war, dass es einen Wettbewerb zur Digilern gibt, bei dem Klassensätze von Laptops zu gewinnen sind. Da von den Eltern schon der Vorschlag kam, die Kinder sollten sich doch auch mehr oder weniger symbolisch an den Kosten beteiligen, habe ich diesen Wettbewerb als guten Anlass gesehen. Da in einem Filmbeitrag die Chancen digitalen Lernens dargestellt werden sollen, ist dies eine gute Gelegenheit um solche Fragen auch mit den SchülerInnen zu thematisieren. Was erhoffen sie sich eigentlich davon, in Zukunft mit persönlichen Computern lernen zu können? Bisher hatte ich den Eindruck, dass vor allem die Chance auf einen eigenen Computer die Hoffnungen der Kids dominierte. Mir geht es natürlich nicht darum, dass demnächst jedeR die Möglichkeit hat, seine Freundschaften vor allem bei Facebook zu pflegen und ansonsten irgendwelche Spiele zu spielen.

So habe ich heute die SchülerInnen zu Wort kommen lassen: Was sollen wir in unserem Wettbewerbsfilm darstellen? Was soll die JurorInnen beeindrucken? Häufig kam die Hoffnung, bald keine Bücher und auch keine Hefte mehr schleppen zu müssen. Passend zu unserem letzten gesellschaftswissenschaftlichen Thema (Klimaschutz) wurde auch diesbezüglich auf die positiven Umweltfolgen aufmerksam gemacht, da weniger Bäume für das ganze Papier gefällt werden müssten. Weniger Unruhe durch das Herauskramen immer neuen Unterrichtsmaterials war eine Variante dieser Argumente. Lustig war auch der Hinweis, man könnte statt Briefzettelchen demnächst gleich mit den Klassenkameraden chatten. Hauptsächlich blieb die Phantasie der SchülerInnen aber dabei, die SChulbücher in Zukunft per E-Book lesen zu dürfen. Der Film sollte das dann durch feierlich durchgerissene und weggeworfene Hefte und Bücher dokumentieren. Gleichwohl soll der Lehrer (ich natürlich) heftig schimpfen, weil ständig gechattet wird.

Offenbar wurde die Gefahr einer ständigen Ablenkung auch von den SchülerInnen gesehen. So sollte doch immer ein zweiter Lehrer mit im Raum sein, der (natürlich durch ein Computerprogramm) alle überwachen soll, ob sie nicht Quatsch mit dem Computer machen. Interessant auch der Vorschlag, in Zukunft sollten Roboter den Müll zur Tonne bringen. Weniger Ernst war wohl der Vorschlag gemeint, in Zukunft würden anstelle der Papierknülle dann Computer auf den Boden geschmissen.

Nach einigem hin und her, welches sich weitgehend in konventionellem Unterricht mit elektronischem Buch und Heft ausdrückte, kamen wir nach einiger Zeit aber doch auf einige wirklich innovative Elemente. Die SchülerInnen könnten einen draußen als Forscher arbeitenden Schüler virtuell begleiten war so eine Idee, die zumindest mit etwas Phantasie und gutem Willen aus einer Schülerinnen-Äußerung herausgehört werden konnte. Individualisierte Arbeitsaufträge, die durch Recherche und zeit- bzw. ortsungebundene Arbeit erledigt werden können, waren sicherlich der Höhepunkt der Diskussion. Selbst zur Feststellung, dass dann der Lehrer "nicht mehr so wichtig" würde, sind die Kids durchgedrungen. Aber auch die Teilhabe von krankheitsbedingt oder anderweitig abwesenden SchülerInnen würde ermöglicht und Hausaufgaben könnten auf dem Weg des Computers weniger vergessen werden.

Insgesamt würde ich das Gespräch folgendermaßen zusammenfassen: Die meisten SchülerInnen bleiben in ihrer Vorstellung sehr nah an den konventionellen Konzepten von Unterricht. Sie scheinen sich Schule grundsätzlich kaum anders vorstellen zu können. Ein großer Vorteil für sie ist der leichtere Transport des Computers gegenüber den ganzen Heften und Büchern. Hier scheint ihnen nicht klar zu sein, dass der Computer nur sehr eingeschränkt als Alternative, sondern weitgehend zusätzlich zu den konventionellen Materialien eingesetzt wird. Einzelne SchülerInnen sehen sehr wohl die großen Chancen, die in einer ganz anderen Art des digitalen gegenüber dem analogen Unterricht liegen. Diesen sind auch die Risiken recht bewusst.

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Schulbuch 2.0

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Aktualisiert (Mittwoch, den 18. Januar 2012 um 16:41 Uhr) Geschrieben von: Hermann Stubbe Montag, den 16. Januar 2012 um 23:46 Uhr

Wie soll ein Schulbuch 2.0 aussehen?

Ich möchte ein gutes Mathebuch haben. Eines, dass SchülerInnen interessiert. Aber auch eines, dass den Mathestoff fachgerecht darstellt. In dem der Stoff kompakt zusammengestellt wird und gleichzeitig deutlich wird, was das mit der Realität "da draußen" und auch mit dem Leben der SchülerInnen zu tun hat.Eines in dem verschiedene SchülerInnen ihren eigenen Weg zur Mathematik gehen können. Wie man diese verschiedenen Wege in Noten und Klassenarbeiten pressen kann, lasse ich hier mal offen. Aber vielleicht gibt es auch irgendwann mal ein Curriculum 2.0 oder Leistungsmessung und -bewertung 2.0

Die meisten (Papier-)Schulbücher stellen sich diese Grundfrage - meist als entweder oder, oder manchmal mit mäßigem Erfolg auch als integrativer Versuch: Gehen wir vom Lerner (gibt es davon nur einen?) oder vom Fach aus? Entweder gehe ich Fachaspekt für Fachaspekt durch (unser Buch "Zahlen und Größen" ist da ein Beispiel, aber auch moderner daherkommende Bücher wie "mathelive" sind eigentlich nichts anderes). Dann steht die Fächerlogik im Mittelpunkt. Einen etwas anderen Weg geht "Das Mathematikbuch. Lernumgebungen", das auf einem Schweizer Buch basiert. Hier wird stärker von erlebbaren Aspekten der Mathematik ausgegangen und die Fachlogik wird diesen nur angegliedert. Für viele SchülerInnen sicher schön, aber manchen zu unmathematisch. Ein Mathebuch 2.0 kann beide Wege vereinen. Sozusagen zwei (oder vielleicht noch mehr?) Haustüren in die selbe Thematik. Links lassen die LernerInnen mit wenigen klicks die andere Perspektive als geschlossene Darstellung erreichen. Wer aus einer Beschäftigung mit Mengenangaben plötzlich Interesse an Bruchrechnung bekommt, kann zur fachlichen Seite der Bruchrechnung kommen - und genauso schnell zur inhaltlichen Seite zurückkommen. Wer sich eher mit den Behälterformen beschäftigen möchte macht beim fachlichen Aspekt der Geometrie weiter usw. Wer weiter bei den anschaulichen Seiten bleiben will, vertieft sich (erstmal) gar nicht in fachliche Tiefen, sondern in handfeste randmathematische Anwendungen. Immer sind Ausflüge in Fragestellungen, Erklärvideos und -audiobeispiele oder Anwendungsbeispiele auf Video vorhanden.

Ich glaube, die ständige wechselseitige Verknüpfung dieser beiden Hauptperspektiven ist ein ganz wichtiger Aspekt des Schulbuchs 2.0.

Wie kann man das umsetzen?

Ich vermute, dass die verbreitete Form des Wikis hier schon unendliche Möglichkeiten bietet. Alle Medien sind einbindbar, verschiedene Aspekte verlinkbar und alles steht in einem erkennbaren Rahmen. Mal sehen, ob ich mal ein Beispiel schaffe, wie ich mir das vorstelle. Für heute wars das erstmal. So long.

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